„Wann de Bambësch brennt“

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Über die ökologische Krise, Trauerarbeit und tiefe Anpassung in Luxemburg
Eine Reflexion in 2 Teilen – Teil 2

Die Grenzen des Wachstums sind keine alte Geschichte

Die Debatte über die Grenzen des Wachstums wird häufig behandelt, als sei sie ein Relikt der 1970er Jahre, das durch technischen Fortschritt widerlegt worden sei. Doch die zentrale Einsicht ist banal und unaufgehoben: Ein System mit exponentiell wachsenden Ansprüchen stößt auf einem endlichen Planeten an materielle und ökologische Grenzen. Effizienz kann den Zeitpunkt verschieben. Sie hebt die Grenzen nicht auf.

Eine 2024 veröffentlichte Neukalibrierung des World3-Modells an empirische Daten der vergangenen fünf Jahrzehnte reproduziert im Business-as-usual-Szenario weiterhin ein Muster von Überschreitung und anschließendem Rückgang in den kommenden Jahrzehnten. Die Autoren betonen, wie schon die ursprüngliche Studie, dass solche Szenarien keine punktgenauen Vorhersagen sind. Sie zeigen Systemdynamiken und Abhängigkeiten, keine feststehende Zukunft. [10]

Gerade deshalb sind sie politisch relevant. „Kollaps“ muss nicht bedeuten, dass an einem bestimmten Morgen alle Institutionen verschwinden. Er kann als schrittweiser Verlust von Verlässlichkeit auftreten: Lebensmittel werden teurer und unsicherer, Versicherungen ziehen sich zurück, Infrastruktur fällt häufiger aus, Pflege und Gesundheit geraten unter Druck, Wasser wird zum Konfliktfeld, Lieferketten reißen, öffentliche Haushalte verlieren Handlungsspielraum und demokratisches Vertrauen erodiert.

Für Luxemburg ist diese Perspektive unbequem. Wohlstand kann Krisenfolgen abfedern und zeitlich verzögern. Er kann aber auch die Illusion nähren, Geld könne physische Abhängigkeiten ersetzen. Das Land ist auf Energie, Rohstoffe, Lebensmittel, Arbeitskräfte und Infrastrukturen jenseits seiner Grenzen angewiesen. Eine stark vernetzte Ökonomie ist effizient, solange die Netze funktionieren. In einer Welt kaskadierender Krisen kann dieselbe Vernetzung zur Verwundbarkeit werden. [3]

Die politische Aufgabe besteht nicht darin, einen globalen Zusammenbruch als sicher zu verkünden. Eine solche Gewissheit wäre politisch lähmend. Die Aufgabe besteht darin, das Risiko tiefgreifender, miteinander verkoppelter Störungen ernst zu nehmen, bevor jede einzelne statistisch beweisbar und lokal sichtbar geworden ist.

Wir trauern bereits

Die ökologische Krise ist nicht nur eine Krise von Infrastrukturen und Ökosystemen. Sie ist auch eine Krise unserer Beziehung zur Zukunft. Wir trauern bereits, oft ohne Sprache dafür zu haben.

Wir trauern um Winter, die zu Kindheitserinnerungen werden. Um Wälder, deren Grün noch da ist, deren Gesundheit aber schwindet. Um Insekten, Vogelstimmen und vertraute Rhythmen. Um Landschaften, die unter Straßen, Gewerbegebieten und Neubauten verschwinden. Um das Vertrauen, dass Erwachsene und Institutionen die elementaren Lebensbedingungen der nächsten Generation schützen werden. Und um eine Zukunft, die uns als selbstverständlich versprochen wurde, obwohl ihre materiellen Voraussetzungen längst angegriffen werden.

Die Forschung beschreibt ökologische Trauer als natürliche und legitime Reaktion auf tatsächliche oder erwartete Verluste von Arten, Ökosystemen und Landschaften. [11] Trotzdem wird sie häufig individualisiert. Menschen sollen ihre Klimaangst regulieren, Nachrichtenpausen einlegen, resilienter werden und weiter funktionieren. Das kann im Einzelfall helfen. Es wird zynisch, wenn die Gesellschaft die Reaktion auf die Krise behandelt, während sie deren Ursachen schützt.

Trauerarbeit bedeutet nicht, Menschen in Verzweiflung zu versenken. Sie bedeutet, Verluste gemeinsam benennbar zu machen. Was ist bereits beschädigt? Was kann noch geschützt werden? Was wird nicht zurückkommen? Wer trägt Verantwortung? Welche Wut ist berechtigt? Welche Schuld gehört Einzelnen, welche Institutionen und welche einem System, das fast jede Existenz in zerstörerische Abhängigkeiten zwingt?

Dafür braucht es öffentliche Räume. Schulen, Gemeinden, Gewerkschaften, Kulturhäuser, Jugendzentren, Pflegeeinrichtungen und Bürgerforen sollten nicht nur über CO2-Ziele informieren, sondern auch Angst, Wut, Ohnmacht und Verlust verhandelbar machen. Nicht als Ersatz für Politik, sondern als Voraussetzung dafür, gemeinsam handlungsfähig zu bleiben.

Unbetrauerte Verluste verschwinden nicht. Sie können in Zynismus, Abstumpfung, Verschwörungserzählungen oder die Sehnsucht nach autoritärer Kontrolle umschlagen. Wer seine Zukunft bedroht sieht und dafür keine kollektive Sprache findet, ist anfälliger für Angebote, die einfache Schuldige benennen. Dann werden Migrantinnen und Migranten, Grenzpendler, Umweltbewegungen oder „die Eliten“ zum Ersatzfeind, während die materiellen Ursachen unangetastet bleiben.

Trauer kann dagegen politisch werden, weil sie sichtbar macht, was wir lieben und was wir nicht preisgeben wollen. Sie ist keine Kapitulation. Sie ist das Ende der Verdrängung.

Anpassung ohne Kapitulation

Hier kann der Ansatz der Deep Adaptation nützlich werden. Seine Ausgangsthese, dass ökologische Überschreitung in gesellschaftlichen Zusammenbruch münden kann, steht nicht außerhalb wissenschaftlicher Systemanalyse. Die World3-Szenarien der Grenzen des Wachstums modellieren unter fortgesetztem Wachstum gerade dieses Muster: Overshoot, gefolgt vom Rückgang zentraler materieller und sozialer Größen. Neuere Rekalibrierungen reproduzieren diese Dynamik. [10] Die Unsicherheit liegt daher nicht darin, ob Overshoot grundsätzlich in Kollaps münden kann, sondern in Zeitpunkt, Geschwindigkeit, regionaler Ausprägung und politischer Form. Deep Adaptation ist als Rahmen nützlich, um Kollaps als ernstzunehmendes systemisches Risiko und möglicherweise bereits einsetzenden, ungleichen Prozess zu behandeln. Seine vier Leitfragen bieten dafür eine Sprache, die in der offiziellen Klimapolitik fehlt und tiefer reicht als technische Schutzmaßnahmen. [12][13]

Tiefe Anpassung darf nicht bedeuten, Emissionsminderung aufzugeben. Jedes Zehntelgrad vermiedener Erwärmung zählt. Jede erhaltene Art, jeder geschützte Boden, jeder vermiedene Schadstoffeintrag und jede nicht versiegelte Fläche zählen. Es gibt keinen wissenschaftlich seriösen Punkt, an dem Handeln „zu spät“ wäre. Aber es ist zu spät für die Vorstellung, wir könnten allein durch schrittweise Optimierung zur alten Normalität zurückkehren.

Die Luxemburger Anpassungsstrategie 2025 bis 2035 enthält 152 Maßnahmen in 17 Handlungsfeldern. Das ist eine wichtige Anerkennung bereits sichtbarer Risiken. [14] Tiefe Anpassung beginnt dort, wo diese Maßnahmen nicht als Ergänzung des bestehenden Modells behandelt werden, sondern als Anlass, Prioritäten, Eigentumsverhältnisse, Infrastrukturen und demokratische Macht neu zu ordnen.

Resilienz: Was muss unter allen Umständen erhalten bleiben ?

Nicht jede bestehende Institution und nicht jedes Geschäftsmodell verdient Schutz. Erhalten werden müssen die Bedingungen des gemeinsamen Lebens: Trinkwasser, Gesundheit, Pflege, bezahlbares Wohnen, Ernährung, Energiegrundversorgung, öffentliche Kommunikation, soziale Sicherung und demokratische Entscheidungsräume.

Resilienz darf nicht bedeuten, dass jeder Haushalt privat vorsorgt, eine Klimaanlage kauft, Wasser lagert und eine bessere Versicherung abschließt. Das wäre Resilienz nach Einkommen. Linke Resilienz ist kollektiv. Sie schafft kühle öffentliche Räume, hitzesichere Schulen und Pflegeheime, robuste Wassernetze, dezentrale Energieversorgung, Notfallreserven, lokale Versorgungsstrukturen und Nachbarschaften, die nicht erst in der Katastrophe voneinander erfahren.

Loslassen: Was verschärft die Krise und muss enden ?

Luxemburg muss lernen, sich von Praktiken zu verabschieden, die politisch vertraut, aber ökologisch nicht haltbar sind: Tanktourismus, weitere Straßenexpansion, fossile Heizungen, fortgesetzte Bodenversiegelung, überdimensionierte Fahrzeuge, Wegwerfproduktion und die Vorstellung, jede ökologische Grenze könne durch Innovation nach außen verschoben werden.

Auch der Wachstumszwang selbst gehört auf den Prüfstand. Loslassen heißt nicht, Beschäftigte oder Haushalte ins Leere fallen zu lassen. Es heißt, Menschen abzusichern, während zerstörerische Sektoren und Praktiken planvoll zurückgebaut werden. Einkommen, Weiterbildung, Arbeitszeitverkürzung, Mitbestimmung und öffentliche Investitionen müssen den Wandel tragen. Nicht die Menschen sind das Problem, sondern die Abhängigkeit ihrer Sicherheit von immer mehr Produktion und Verbrauch.

Wiederherstellung: Was trägt uns und kann zurückkehren ?

Wälder, Feuchtgebiete, Hecken, Böden und natürliche Flussräume sind keine Dekoration und kein Ausgleichsposten. Sie sind lebende Infrastruktur. Sie speichern Wasser, kühlen Landschaften, mindern Hochwasser, binden Kohlenstoff und schaffen Lebensräume. Ihre Wiederherstellung muss Vorrang vor weiterem Flächenverbrauch erhalten.

Wiederherstellung betrifft ebenso soziale Fähigkeiten: Reparieren, Teilen, gemeinschaftlich organisieren, Lebensmittel regional verarbeiten, Konflikte demokratisch lösen und Wissen zwischen Generationen weitergeben. Eine Gesellschaft, die bei jeder Störung auf globale Lieferketten, private Kaufkraft und individuelle Autos angewiesen ist, ist nicht resilient. Eine Gesellschaft mit starken Gemeingütern, lokalen Kompetenzen und grenzüberschreitender Solidarität ist es eher.

Versöhnung: Mit welchen Grenzen müssen wir leben lernen ?

Versöhnung bedeutet nicht, sich mit Ungerechtigkeit abzufinden oder Verantwortliche freizusprechen. Sie bedeutet anzuerkennen, dass nicht alles repariert werden kann. Manche Arten, Landschaften und Sicherheiten werden nicht zurückkehren. Manche Schäden lassen sich nur noch begrenzen. Die alte Normalität war ohnehin nur für einen privilegierten Teil der Welt normal und beruhte auf der Auslagerung von Kosten.

Diese Anerkennung ist schmerzhaft, aber befreiend. Sie löst uns von der Erwartung, eine kommende Erfindung werde alle Widersprüche beseitigen. Sie erlaubt, Endlichkeit, Verletzlichkeit und gegenseitige Abhängigkeit nicht als Schwäche, sondern als Ausgangspunkt von Politik zu begreifen. Genau hier berühren sich tiefe Anpassung und ökologische Trauerarbeit.

Anpassung ist Klassenpolitik

Wer über Anpassung spricht, muss über Eigentum, Einkommen und Macht sprechen. Wer lebt in einer Wohnung, die sich im Sommer aufheizt? Wer kann eine Sanierung vorfinanzieren? Wer arbeitet im Freien, in Küchen, Werkhallen, auf Baustellen oder in schlecht gekühlten Pflegeeinrichtungen? Wer kann nach einer Überschwemmung wegziehen? Wer bekommt Kredit, Versicherung und schnelle Hilfe? Wer besitzt Boden, Wald und Wohnraum?

Eine marktgetriebene Anpassung schützt zuerst jene, die sich Schutz kaufen können. Sie produziert klimatisierte Inseln, private Sicherheitsdienste, versicherte Vermögen und kontrollierte Grenzen. Die Schäden werden nach unten und nach außen weitergereicht. Das ist keine Resilienz. Es ist eine ökologische Klassengesellschaft.

Eine linke Politik tiefer Anpassung würde anders priorisieren. Sie würde zuerst Sozialwohnungen, Mietwohnungen, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sanieren. Sie würde verbindliche Hitze-, Wasser- und Hochwasserschutzpläne in allen Gemeinden schaffen und deren Finanzierung sichern. Sie würde Flussräume, Feuchtgebiete, Wälder und Böden als kritische Infrastruktur behandeln. Sie würde grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr und wohnortnahe Versorgung vor neue Straßenkapazitäten stellen.

Sie würde neben territorialen Emissionen jährlich auch den konsumbezogenen Klima- und Materialfußabdruck veröffentlichen. Sie würde öffentliche Gelder und Finanzströme auf ihre tatsächlichen Wirkungen auf Klima, Biodiversität und Ressourcenverbrauch prüfen. Sie würde den Ausstieg aus fossilen und naturzerstörenden Tätigkeiten gemeinsam mit Beschäftigten planen, statt ihn dem Markt zu überlassen. Und sie würde ökologische Trauerarbeit als Teil von Bildung, Gesundheit, Kultur und demokratischer Beteiligung anerkennen.

Vor allem würde sie die Bevölkerung nicht nur konsultieren, sondern mit realer Entscheidungsmacht ausstatten. Bürgerforen ohne Budget und Folgen bleiben Ventile. Tiefe Anpassung braucht lokale Versammlungen, kommunale Handlungsspielräume, starke Gewerkschaften und transparente Entscheidungen darüber, welche Bedürfnisse Vorrang haben, wenn Ressourcen knapper werden.

Welche Sicherheit verteidigen wir ?

Das Manifest von paroles ruft zum Widerstand gegen Militarisierung, Autoritarismus und die Verdrängung sozialer und ökologischer Politik auf. Es beschreibt Aufrüstung als Antwort eines Systems auf den Verlust ökologischer Stabilität. Diese Verbindung ist entscheidend. Wenn Wasser, Energie, Land, Rohstoffe und sichere Lebensräume knapper werden, kann Politik mit Kooperation und Umverteilung reagieren. Oder sie kann Grenzen, Eigentum und privilegierte Räume immer härter schützen.

Eine autoritäre Anpassung organisiert Knappheit durch Ausschluss. Sie macht Migration zum Sicherheitsproblem, Protest zur Bedrohung und Ressourcenzugang zur Frage von Kaufkraft oder Staatsbürgerschaft. Eine demokratische Anpassung schützt dagegen die Bedingungen des gemeinsamen Lebens. Sie verteilt nach Bedürfnissen, begrenzt übermäßigen Verbrauch, stärkt öffentliche Dienste und erkennt an, dass niemand sich allein aus einer systemischen Krise herauskaufen kann.

Ein Land ist nicht sicher, weil es mehr Waffen, Rechenzentren oder Finanzprodukte besitzt. Es ist sicherer, wenn seine Bewohnerinnen und Bewohner Zugang zu Wasser, Nahrung, Wohnung, Gesundheit, Energie, Bildung und demokratischer Mitsprache haben. Es ist sicherer, wenn Böden Wasser aufnehmen, Wälder leben, Flüsse Raum haben und Nachbarregionen nicht als Ressourcenlager oder Pendlerreservoir behandelt werden.

Luxemburg ist klein, aber nicht machtlos. Es ist reich, institutionell handlungsfähig und eng mit Europa und der Welt verflochten. Gerade deshalb ist die Behauptung, ein einzelnes Land könne nichts bewirken, zu bequem. Luxemburg kann zeigen, wie ein wohlhabendes Land seinen materiellen Anspruch senkt, soziale Rechte ausbaut und sich auf Instabilität vorbereitet, ohne in Abschottung und Öko-Autoritarismus zu verfallen. Oder es kann versuchen, seine Sonderstellung so lange wie möglich zu verteidigen und die Kosten anderen zu überlassen.

Bevor der Bambësch brennt

„Sie werden erst handeln, wenn der Bambësch brennt“, hatte der Freund gesagt. Vielleicht war es keine Vorhersage, sondern eine Warnung vor unserer eigenen politischen Wahrnehmung. Wir dürfen den Moment des Handelns nicht an die erste sichtbare Flamme delegieren.

Der Rauch ist längst da: in ausgetrockneten Bächen, geschwächten Wäldern, versiegelten Böden, verschwundenen Arten, unsicheren Ernten, überhitzten Wohnungen und in der Angst jener, die wissen, dass die versprochene Zukunft nicht mehr trägt. Er steckt auch in Modellrechnungen, die das Unbekannte glätten, in Bilanzen, die ausgelagerte Schäden unsichtbar machen, und in der Hoffnung, eine spätere Technologie werde den Dreck beseitigen, den wir heute weiter produzieren.

Widerstand bedeutet deshalb nicht, die alte Normalität zu verteidigen. Diese Normalität hat das Feuer mit entfacht. Widerstand bedeutet, die Bedingungen eines guten gemeinsamen Lebens zu verteidigen: zu mindern, was noch gemindert werden kann; loszulassen, was uns gefährdet; wiederherzustellen, was uns trägt; die unvermeidbaren Verluste gemeinsam zu betrauern; und Institutionen aufzubauen, die auch unter härteren Bedingungen demokratisch und solidarisch bleiben.

Der Bambësch brennt noch nicht. Das ist keine Entwarnung. Es ist unser letzter guter Grund, jetzt zu handeln.

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Quellen

[10] Nebel, A. et al. (2024): „Recalibration of limits to growth: An update of the World3 model“, Journal of Industrial Ecology 28, 87-99. Die Rekalibrierung reproduziert im Business-as-usual-Szenario die Overshoot-and-collapse-Dynamik des World3-Modells; die Spitzen der meisten Variablen fallen höher aus und verschieben sich einige Jahre nach hinten. Die Szenarien beschreiben Systemdynamiken, keine punktgenauen Vorhersagen.
Fachartikel: World3-Rekalibrierung und Overshoot-and-collapse

[11] Cunsolo, A. und Ellis, N. R. (2018): „Ecological grief as a mental health response to climate change-related loss“, Nature Climate Change 8, 275-281.
Fachartikel: Ökologische Trauer

[12] Deep Adaptation Forum: „The Four Rs: A Framework for Inquiry“. Der Rahmen formuliert vier Leitfragen für den Umgang mit gesellschaftlicher Störung und Kollaps: Resilienz, Loslassen, Wiederherstellung und Versöhnung.
Deep Adaptation Forum: Die vier Leitfragen

[13] Bendell, J. (2018, überarbeitete Fassung 2020): „Deep Adaptation: A Map for Navigating Climate Tragedy“, IFLAS Occasional Paper 2. Der Text versteht gesellschaftlichen Kollaps als ein ungleiches Ende normaler Formen von Versorgung, Schutz, Sicherheit, Identität und Sinn. Die Unvermeidbarkeit wird als Schlussfolgerung des Autors, nicht als im Text bewiesene Prognose, ausgewiesen.
Originaltext: Deep Adaptation

[14] Ministère de l’Environnement, du Climat et de la Biodiversité: Strategie und Aktionsplan für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Luxemburg 2025-2035, beschlossen am 22. April 2026, mit 152 Maßnahmen in 17 Handlungsfeldern.
Umweltportal Luxemburg: Nationale Anpassungsstrategie

Comments

Une réponse à « „Wann de Bambësch brennt“ »

  1. Avatar de Jan-Antoine THOMMES
    Jan-Antoine THOMMES

    In beiden Teilen des Artikels fehlt der Flughafen Findel. Der jetzt bereits den Ausbau der Tanklager sieht und noch weitere Pläne für einen massiven Ausbau sowie die Verdoppelung des Flugverkehrs. Bereits seit Jahren wird die sogenannte Nachtruhe von 23h00 bis 6h00 stark strapaziert. Cargolux sowie Luxair geniessen, trotz sogenannter Charta Cargolux sowie Charte Luxair, narrenfreiheit. Hier fliegen wir uns in eine sichere Katastrophe. Wenige scheint es zu stören. Findel und fliegen eine heilige Kuh?

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